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Bankrecht und Kapitalmarktrecht

Bankrecht

Bei Fragen rund um Kredite entstehen häufig Streitigkeiten mit Banken. Dabei fragen Verbraucher oft: Kann ich den Kredit schon vorzeitig kündigen? Fällt eine Vorfälligkeitsentschädigung an? Wie hoch darf die sein? Auch für Unternehmer und Unternehmen können Darlehensverträge enorm wichtig sein. Durch den Dschungel des Bankrechts kann oft nur ein erfahrener Fachanwalt helfen.

Kapitalanlagerecht

Der Kapitalmarkt ist völlig unübersichtlich. Immer wieder erkennen Anleger, dass eine angeblich sicherere Anlage, doch Schwierigkeiten verursacht.

Aber wer ist in solchen Fällen haftbar zu machen? Welche Möglichkeiten bestehen für den Anleger, wieder zu seinem Geld zu kommen? Besteht die Gefahr, dass ich mein Geld verliere oder sogar mit meinem Privatvermögen hafte?

Geschlossene Fonds

Geschlossene Fonds heißen so, weil sie nur innerhalb eines begrenzten Zeitraumes erworben werden können. Danach wird der Fonds "geschlossen", das heißt danach können keine Anteile mehr erworben werden.

Geschlossenen Fonds investieren in die unterschiedlichsten Branchen. Es gibt Schiffsfonds, Immobilien-, Leasing- und Lebensversicherungfonds. Darüber hinaus gibt es regenerative Energiefonds, die in Solar- und Windkraftanlagen investieren. Schließlich gibt es auch Fonds, die in Venture-Capital oder Private-Equity-Gesellschaften investieren. Das sind Gesellschaften, die Firmen ganz oder teilweise aufkaufen und beabsichtigen, die Beteiligung später gewinnbringend zu verkaufen.

Schiffsfonds

Schiffsfonds sind extremen Schwankungen und hohen Risiken ausgesetzt. Das zeigt die Tatsache, dass mittlerweile hunderte (!!) Schiffsfonds Insolvenz angemeldet haben.

Wenn die Fondsgesellschaft in wirtschaftlichen Schwierigkeiten steckt, werden häufig von Anlegern Ausschüttungen zurückgefordert. Besonders rabiat hat sich die Emittentin Dr. Peters hervorgetan. Erhaltene Ausschüttungen wurden von den Fondsgesellschaften zurückgefordert und auch eingeklagt. Erst der Bundesgerichtshof hat dann diesem Vorgehen einen Riegel vorgeschoben und deutlich ausgeführt, dass die Vorgehensweise rechtswidrig war.

Medienfonds

Medienfonds sind geschlossene Fonds, die in Film- Fernsehproduktionen investieren. Die meisten Fonds sind als GmbH & Co KG ausgestaltet. Die Anleger werden Kommanditisten, d.h. sie haften nur mit ihrer Einlage. Was allerdings viele Anleger nicht wissen, unter Umständen können bereits erhaltene Ausschüttungen wieder zurückgefordert werden.

Lebensversicherungsfonds

Geschlossene Lebensversicherungsfonds werden ungefähr seit 2002 angeboten. Nach Angaben des Verbands geschlossener Fonds (VGF) wurden von 2002 bis 2010 5 Milliarden Euro (!) in Lebensversicherungsfonds investiert.

Lebensversicherungen sind beliebte Anlagen, in Deutschland wurden viele Millionen Lebens- und Rentenversicherungen abgeschlossen. Dabei werden aber 50 % aller Verträge vorzeitig gekündigt. Dabei erleiden die Verbraucher oft enorme Verluste.

Offene Immobilienfonds

Viele offene Immobilienfonds sind in Schwierigkeiten und werden geschlossen und liquidiert. Diese Anlage wurde als „Betongold“ und „mündelsicher“ verkauft. Die jetzt auftretenden Schwierigkeiten zeigen, dass offene Immobilienfonds erhebliche Risiken aufweisen.

Geschlossene Immobilienfonds

Bei einem geschlossenen Immobilienfonds investiert ein Kapitalanleger in Immobilien. Am häufigsten investieren Fonds in Gewerbeimmobilien wie Büro-oder Einzelhandelskomplexe, aber auch in Wohnobjekte.

Am weitesten verbreitet sind Immobilienfonds in Form einer GmbH & Co KG. Der Anleger erwirbt einen sogenannten Kommanditanteil an der Gesellschaft. Das bedeutet, der Anleger wird Gesellschafter des Fonds. Die Anlagedauer ist langfristig und hängt von der Nutzungsdauer der Immobilie ab oder vom geplanten Verkaufszeitpunkt.

GbR-Fonds

Vorsicht, wenn sie einen Fonds abgeschlossen haben, der in der Rechtsform einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) abgeschlossen ist. Sie sind dann Gesellschafter der Gesellschaft bürgerlichen Rechts und haften dann auch mit ihrem Privatvermögen für Schulden der Gesellschaft. Eine solche Anlage hat ein unüberschaubar großes Haftungsrisiko.

Zertifikate / Aktienfonds

Zertifikate werden sehr häufig von Banken empfohlen. Es handelt sich um Schuldverschreibungen, deren Wertentwicklung und Rendite von einem bestimmten Kurs wie z.B. vom Dax abhängt.

Zertifikate sind Geschäfte, die Verbraucher erheblich benachteiligen. Würden Sie jemand Geld leihen und vereinbaren, dass die Höhe der Rückzahlung beispielsweise von dem Kurs einer Aktie abhängt? Würden Sie vereinbaren, dass sie nur noch die Hälfte zurückbekommen, wenn der Aktienkurs um die Hälfte nach unten rauscht? Nein? So etwas vereinbaren Sie aber beim Kauf eines Zertifikates. Bei der Insolvenz der amerikanischen Investmentbank Lehman Brothers haben viele tausend Anleger ihr Kapital verloren

Typisch und atypisch stille Unternehmensbeteiligungen

Bei stillen Unternehmensbeteiligungen wird der Anleger Gesellschafter eines Unternehmens, ohne dass er offiziell nach außen als Gesellschafter in Erscheinung tritt. Die stille Beteiligung könnte man deshalb auch als „heimliche“ Beteiligung an einem Unternehmen bezeichnen.

Genussbeteiligungen / Nachrangdarlehen

Mit dem Erwerb eines Genussscheines leiht man im Prinzip einem Unternehmen Geld, das dafür Zinsen verspricht. Eine solche Beteiligung birgt wie fast alle Unternehmensbeteiligungen erhebliche Risiken.

Ein Totalverlust des angelegten Geldes ist meistens vorprogrammiert, wenn das Unternehmen „pleite“ geht. In der Regel werden die Genussscheine „nachrangig“ vereinbart. Das bedeutet es wird vertraglich vereinbart, dass die Genussscheininhaber im Falle einer Insolvenz erst nach den anderen Gläubigern bedient werden. Im Klartext heißt das im Falle der Insolvenz ist zu 99% das Geld weg.

Rechtsschutzversicherung

Ab ungefähr dem Jahr 2000 haben Rechtsschutzversicherungen ihre Verträge umgestellt und Kapitalanlagesachen vom Versicherungsschutz ausgenommen. Aber es gibt erhebliche Hoffnung, denn nach einem neuen Urteil des Bundesgerichtshofs sind die Klauseln in den Allgemeinen Bedingungen der Rechtschutzversicherungen oft unwirksam.

Leider machen wir auch immer mehr die Erfahrung, dass es vorkommt, dass Rechtsschutzversicherungen in Telefonaten versuchen, den Rechtsuchenden von der weiteren Verfolgung des Falles abzubringen. Nach dem Motto, „da haben Sie sowieso keine Chance“.

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